Bau eines Blumenübertopfs aus Fichtenholz

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Biler: Ms-Sef

Der kleine Blumentopf aus Kunststoff hat oben einen Durchmesser von d = 9 cm und eine Höhe von 7 cm.

Wir bauen einen in den Außenmaßen quadratischen Blumenübertopf aus Fichtenholz mit der Holzstärke von 1,8 cm.

Der Übertopf soll einen Zentimeter höher sein als der Blumentopf selbst.

Außerdem soll vom Blumentopf zur Innenseite des Übertopfs jeweils ein Zentimeter Abstand eingehalten werden.

Die Holzverbindung ist eine stumpfe Verleimung. Das heißt, dass die Fichtenstücke mit der Handfeinsäge sehr genau im rechten Winkel abgelängt werden, um die Verleimung haltbar zu machen.

Nach einigen groben Entwürfen und Überlegungen zu den Maßen gibt es als Aufgabe, das Werkstück im Schrägbild (rechts unten) und in der 3-Tafel-Projektion als Skizze (freihändig mit gespitztem Bleistift) und als Zeichnung (mit Lineal und gespitztem Bleistift) auf  eine leere DIN-A-4-Seite zu zeichnen.

Lösung Skizze

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Wir beginnen mit dem Anwinkeln und Anzeichnen der Brettstücke. Dann spannen wir das Fichtenbrett mit zwei Schraubzwingen auf dem Baubrett fest und setzen die Feinsäge erst schräg an. Nach einigen Sägeschüben kommen wir mit der Säge langsam parallel zum Baubrett.

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Sägespuren und unterschiedlich lang abgesägte Stücke behindern die stumpfe Verleimung mit Holzleim. Das Hirnholz liegt nicht plan auf dem Gegenstück auf. Deshalb müssen die beiden Paare der Holzbretter gleich lang und im rechten Winkel geschliffen werden.

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Dazu werden sie zusammengespannt und nach einigen Schleifgängen immer wieder auf Rechtwinkeligkeit überprüft.

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Was wir beim Ablängen mit der Säge zu ungenau gearbeitet haben, müssen wir jetzt durch Schleifen und Nachmessen wieder ausgleichen.

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Wir nehmen zu diesem Arbeitsschritt ein 60er Schleifpapier. Das heißt, dass ungefähr 60 Sandkörner pro qcm anliegen. Es ist ein recht grobes Schleifpapier, weil es besonders auf der Hirnholzseite gut greifen muss. Wir wählen die Tischschleifmethode: Ein Bogen 60er wird auf das Baubrett gespannt und wir schieben das Werkstück über das Schleifpapier.

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Sind alle Teile im rechten Winkel und die Paare je gleich lang, können wir je vier Teile zusammenlegen. Dabei achten wir auf "gute" und "schlechte" Holzseiten. Die unschönen Seiten legen wir nach innen und unten.

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Jetzt bestreichen wir die Hirnholzseiten gleichmäßig mit dem Holzleim. Der Pinsel wird nur bis zum ersten Drittel eingetaucht.

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Danach kann man die Teile zusammenfügen.

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Je genauer wir gesägt und geschliffen haben, desto besser liegt jetzt das Werksück im Winkel.

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Der Holzleim möchte gepresst und gezwungen werden, um besser abbinden zu können. Wir müssen die Schraubzwingen parallel zu den Seitenteilen ansetzen, damit die Zwingen den Rahmen nicht aus dem rechten Winkel bringen.

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Rechte Winkel muss es in alle Richtungen geben.

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Während der Abbindezeit des Weißleims haben wir das Bodenbrett aus Sperrholz mit der Laubsäge ausgesägt. Es hat jeweils einen Millimeter Übermaß, das später mit der Tischschleifmethode abgeschliffen wird.

15er Nägel besorgen des Anpressen der Verleimung. Die Nägel werden mit dem Versenker oder Durchschlag versenkt, damit sie später den Tisch nicht verkratzen.

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Verschleifen mit der Tischschleifmethode.

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Nach dreimaligem Schieben drehen wir das Werkstück, um einen gleichmäßigen Abschliff zu erreichen.

Wir benutzen ein 60er Schleifpapier, weil wir Holz wirklich nennenswert wegbringen müssen. Das ist sehr grob und enthält circa 60 Sandkörner auf einem Quadratzentimeter.

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Mit der Klotz-Schleifmethode und einem 100er-Schleifpapier gehen wir zum Schluss über das Fichtenholz, damit der Klarlack später weniger Riefen sieht.

Die Kanten werden nur gebrochen, nicht und geschliffen.

(Fortsetzung folgt)