Mittelschule Scheinfeld schullogo ms 08 im Schulverbund mit Iphofen und Marktbreit


T e c h n i k

Das Fach "Technik" wird für Jungen und Mädchen angeboten von der 7. bis zur 10.Jahrgangsstufe. Die Vorstufe ist das Wahlfach WTG (Werken - Textiles Gestalten) in der 5. und 6. Jahrgangsstufe.

Im Fach Technik bauen wir Werkstücke aus Holz, Metall, Papier, Ton oder Kunststoff und lernen einfache Handwerkstechniken wie Sägen, Bohren, Nageln, Löten, Schleifen, Feilen, Gewindebohren oder - schneiden, Raspeln, Schneiden,Stanzen, Nieten, Schrauben, Leimen, Kleben oder Hobeln sowie den sicheren Umgang mit einfachen Maschinen wie Bohrschrauber oder der Standbohrmaschine.

Vor jedem Werkstück steht normalerweise eine Skizze, die auch zur Zeichnung mit Lineal, Geodreieck, Winkelmesser, Zirkel oder der Zeichnplatte verfeinert werden kann. Hier lernen wir die Perspektiven und die Drei-Tafel-Projektion kennen.

(Siehe auch den Beitrag "Technische Zeichnungen 1")


Technik braucht als Grundlage auch Theorie und Wissen. Am Beispiel unseres Schwerpunktthemas "Modellbau" wird deutlich, wie Wissen und Können Hand in Hand gehen müssen, um ein Werkstücke erfolgreich zu bauen zu können ...

Siehe hier unter Specials ...


Auch der Computer kommt mit einem Zeichenprogramm zum Einsatz. Momentan arbeiten wir im Fach Technik mit dem Programm "Solid Edge". Aber auch das Skizzieren und Zeichnen mit der Hand oder mit Hilfe der Zeichenplatte ergänzt die Kompetenzpalette unserer Schülerinnen und Schüler ...

Siehe auch unter Technische Zeichnungen 1 ...

Im Vordergrund steht aber die Entwicklung handwerklichen Geschicks und räumlichen Denkens. Diese Erfahrungen sind besonders bei unserem Schultyp wichtig für die persönliche Entwicklung und Identitätsfindung vieler Schülerinnen und Schüler. Dabei beherzigen wir den Grundsatz "Ich bin, was ich machen kann" und begreifen praktisches Können und handwerkliches und technisches Vermögen auch als persönliche Ausdrucksmöglichkeit unserer Schüler. Gerade solche Schüler, die sich in den Theoriefächern ganz schwer tun, können durch die kleinen Erfolgserlebnisse im handwerklich-praktischen Bereich persönliche Sicherheit, Orientierung und Identität gewinnen.

Klar ist aber auch, dass der ständige Fortschritt in der Technik vom späteren Lehrling auch immer mehr Theorie verlangt. Darauf weisen uns die Betriebsmeister immer wieder hin. Das gilt folglich auch schon frühzeitig für den Technikunterricht, in den neue Inhalte strömen wie Elektronik oder der Umgang mit Werkmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen. Schließlich dürfen sich unsere Technikschüler auch nicht bei Themen wie Drei-Tafel-Projektion, Skizzen, Bemaßung, isometrische oder dimetrische Darstellung im Technischen Zeichnen gequält fühlen. Jeder Handwerker muss sich durch eine bildliche Darstellung vorher im Klaren sein, was er bauen oder reparieren soll.

Der Umgang mit Begriffen wie beispielsweise Pikofarad, Ohm, Steigung, Transistor, Triggerschaltung oder Kommutator ist selbstverständlich, wenn man sich mit den dahinter stehenden Techniken etwa in den Bereichen Elektronik oder Elektromechanik befasst.

Beim Quali am Ende der 9. Jgst. und bei der MR- Prüfung am Ende der 10. Jgst. steht jeweils die Projektprüfung, die den Bau eines Werkstücks mit dem Fach Arbeitslehre verbindet. Die Schüler erstellen eine Projektmappe zum Bau des Werkstücks, zu speziellen Aufgaben rund um die Technik und zu ausgewählten technischen Verfahren oder zu technischen Berufen. Hier lernen die Schüler, sich selbstständig Informationen und Wissen zu verschaffen und diese sodann darzustellen. Schließlich präsentieren sie ihre Arbeitsergebnisse vor den prüfenden Lehrkräften.


                                       Hier geht`s

                        - zur Konzeption unseres Faches Technik

                         - zum Leitbild unseres Faches Technik



Unterrichtsbeispiele aus unserem Metallbereich aus verschiedenen Jahrgangsstufen im Fach Technik:

tor zum licht 007

Die Klasse 8 baut ein Gartentor aus Messingdraht nach eigener Planung. Hier kommt es auf die Biegetechnik und auf saubere Lötstellen an.

Loetkolben und Loetzinn 50proz

Die Technik des Weichlötens wird vor allem in den elektrotechnischen Berufen verlangt. Unsere Schüler lernen dabei den Umgang mit Lötkolben, Lötzinn, Messingbürste, Biegezange und Seitenschneider. Hier wird in der 9. Klasse die Schaltung eines "Tastschalters" auf Reißnägeln verlötet.

Die Löttechnik ist ein Metall-Fügeverfahren, das unsere Schüler leicht erlernen können, sofortigen Erfolg spüren und in Verbindung mit leicht zu verlötenden und auch zu biegenden Materialien wie etwa Kupfer oder Messing sehr gern anwenden. 

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Bereich "Löten/Elektronik" die Funktionen elektronischer Bauteile kennen, wie etwa der LED, des Widerstands, Transistors, Kondensators oder der Diode. Auch Drepotentiometer und ICs werden verarbeitet.


UKW-Radio

In der M10 bauen wir aus solchen Teilen ein komplettes UKW-Radio


Weitere Werkstücke:

Bau eines Blumenübertopfs aus Fichtenholz

Bau eines Elektromotors

Bau eines elektronischen Zahnputztimers

Bau eines Magnetstabs

Bau eines Propellerfahrzeugs

Fröhlich bunte Schlüsselbretter

Elektromagnetismus

Schimmernder Schneemann

Bau eines Testgerätes für verschiedene Widerstände

Zettelkasten

Prüfungen im Fach Technik

Am Ende der 9. Klasse gibt es den "Qualifizierenden Hauptschulabschluss (Quali)" und am Ende der M10 gibt es die Prüfungen zum Mittleren Bildungsabschluss.

In beiden Fällen unterziehen sich unsere Schüler einer "Projektprüfung", einer projektähnlichen Arbeit, welche die Fächer "Technik" und "Arbeit-Wirtschaft-Technik (AWT)" zusammenzieht. Früher musste man in jedem der beiden Fächer eine eigene Prüfung bestehen. Heute werden also beide Fächer zu einer Art "Kombiprüfung" zusammengezogen, für die jeder Prüfling auch eine umfangreiche Präsentationsmappe erstellt.

Ablauf:

Phase 1: Die Schüler erhalten einen sehr offen gehaltenen Bauauftrag, etwa die Herstellung von Papierablageboxen aus Holz für Kochrezepte für die Schulküche im DIN-A-4 Format. Sie informieren sich über Bau- und Gestaltungsmöglichkeiten und fertigen Skizzen, die sie zu ausgereiften Technischen Zeichnungen verfeinern. Dabei halten sie gelernte Vorgaben perspektivischer Ansichten und Form- und Normvorgaben wie etwa zur Bemaßung ein.

Ferner erhalten sie Aufgaben rund um das Thema wie beispielsweise den Auftrag, sich über verschiedene Holzarten oder über verschiedene Möglichkeiten der Holzverbindung zu informieren und diese in einer schriftlichen Arbeit begründend darzustellen. Zur Erstellung der themenbezogenen schriftlichen Arbeiten haben die Schüler mehrere Tage Zeit.


Phase 2: Aus den selbst erstellten Zeichnungen und Bauplänen des Schülers entsteht nun im Werkraum das Werkstück. Dabei wählen die Prüflinge das geeignete Werkmaterial aus und wenden die erlernten Handwerkstechniken zum Bau des Werkstücks an. Hier wird auch geprüft, welche Werkzeuge sie für welche Arbeiten anwenden und wie sie damit umgehen.


Phase 3: Zum Schluss präsentieren die Prüflinge in einem Gespräch mit den prüfenden Lehrkräften ihre Arbeitsergebnisse. Sie stellen das Werkstück und die von ihnen individuell gestaltete Projektmappe vor. Hier können auch Powerpoint-Präsentationen eingebaut werden, die über die Planung, die Bereitstellung der Materialien und der passenden Werkzeuge und über die einzelnen Bauschritte informieren.


Die vielen Einzelbewertungen ergeben zum Schluss die Prüfungsnote in Technik/AWT.


Hier geht es zu den Themen:

Fächerübergreifendes Übungsprojekt

MR-Prüfung in den praktischen Fächern 2013

Holzverbindungen

Infobus M+E - Berufe

Projektprüfung und Projektmappe Technik

Technik - Specials

Technische Zeichnungen 1

Vorkenntnisse erwerben

Liste der Werkzeuge


Lage: Mittelschule Scheinfeld - 91443 Scheinfeld, Lerchenbühlstraße 19 - 800 m im Norden des Stadtzentrums - GPS: 49.67283548650958 ,  10.462782382965088