Mittelschule Scheinfeld schullogo ms 08 im Schulverbund mit Iphofen und Marktbreit


Wie entsteht aus diesen paar Teilen ein Elektromotor?

Ein Baubericht in Bildern und Bauschritten der Technikgruppe

(Technik 9)

001 bausatz

Der Bausatz - Alle Bilder: Ms-Sef

065 emotor fertig

So schaut der fertig gebaute Elektromotor aus

Zum technischen Prinzip von Elektromotor und Generator


067 werkzeug ueberblick

Diese Werkzeuge legen wir zum Bau bereit


002 Plexiplatte

Wir übertragen die Maße sämtlicher Bohrungen auf die Kunststoffplatte. Die Bohrungen erhalten hernach je ein Gewinde für die 3-mm- Gewindeschrauben


005 bohrer messen

Wir wählen den 2mm-Mebo aus und überprüfen mit dem Messschieber


003 Platte bohren

Bohrungen mit Mebo 2mm


004 platte bohren

Nach jeder Bohrung bürsten wir die Kunststoffspäne weg


006 platte gewbohren

Mit dem 3mm-Gewindebohrer schneiden wir ein 3mm-Gewinde in die 2mm-Bohrung

Hier gibt es eine Tabelle über metrische Gewindegrößen und deren Steigungen


007 platte gewbohren

Die Kunststoffspäne werden von den drei Nuten im Gewindebohrer aufgenommen


008 gewbohrer buersten

Wir bürsten den Gewindebohrer mit der Messingbürste nach jeder Bohrung aus


009 gewbohrer oelen

Bevor man den Gewindebohrer wieder ins Fach zurücklegt, wird er zum Schutz geölt


010aluleiste anreissen

Die Aluschiene trägt später die beiden Dauermagnete und wird abgemessen und angerissen


011 winkel anlegen

Der Metallwinkel ist eine Hilfe


012 eisensaege

Ablängen der Aluschiene mit der Puk-Säge; die Zähne des Metallsägeblatts zeigen nach vorn


013 aluleite ablaengen

Die Puksäge setzen wir in einem kleinen Winkel an der angerissenen Stelle an


014 aluleiste feilen

Den Grat  feilen wir mit der feinhiebigen Schlichtfeile ab


015 ohren anreissen

Anreißen der Ohren an der Aluschiene


016 enden koernen

Vor dem Metallbohren körnen wir das Aluminium, um dem 3mm-Mebo einen Ansatz zu geben


018 aluenden kraussen

Den Bohrgrat entfernt man mit dem Krauskopf oder Versenkbohrer


019 aluenden biegen

Biegen der Aluohren im Schraubstock; die Alubacken schützen das Werkstück vor dem Abdruck der Zähne der Schraubstockbacken


020 enden mittig anreissen

Mittiges Anreißen der Aluschiene


021 u form biegen

Wir biegen die U-Form mit Hilfe eines Holzrades


022 u form biegen

Man beachte die Symmetrie


023 u form aufschrauben

Der Statorrahmen wird aufgeschraubt


024 lagerboecke anreissen

Jetzt längen wir die Lagerböcke ab


025 lagerboecke feilen

Anfeilen der Schienenstücke


026 lagerboecke feilen

Die Biegekanten sind bereits angerissen


027 lagerboecke koernen

Die 3er Bohrungen werden wieder vorgekörnt


028 welle feilen

Die Welle misst 3 mm Stärke


029 3er bohrer messen

Vor dem Bohren misst man die Stärke des Bohrers


030 lagerboecke bohren

Der 3mm-Mebo läuft mit mäßiger Drehzahl


031 gebohrte lagerboecke

Die Bohrungen entgratet man wieder mit dem Versenker


039 bohrgen lagerb nachfeilen

Mit der kleinen Rundfeile arbeiten wir die Bohrung so, dass die Welle bequem ins Gleitlager passt


033 lagerb biegen

Den Lagerbock biegen wir vorsichtig mit Hammer und Meißel; der Meißelansatz liegt möglichst nahe der Biegekante

034 uform u lagerb

Statorrahmen und fertige Lagerböcke


035 rotor anzeichnen

Jetzt kennzeichnen wir die Position der Sechskantschraube, die später zum Spulenkörper wird


036 rotor anloeten

Mit dem 80-Watt-Lötkolben muss man Welle und Schraube lange heizen, damit das Metall den Lötzinn annimmt; hier ist einer der seltenen Fälle, wo auch das Anäzen mit Lötfett vorher Sinn macht


037 mutter rotor loeten

Die Mutter wird mit der Schraube verlötet


038 verloetete mutter

Der verlötete Rotorkörper


040 kupferlackdr aufdroeseln

Im nöchsten Schritt wickeln wir vorsichtig den Kupferlackdraht ab und bringen ihn zur Strecke


W041 lackdraht mittig anzeichnen

Wir nehmen ihn doppelt und kennzeichnen die halbe Länge mit einem schwarzen Punkt


042 rotor abkleben

Damit der Kupferlack nicht beschädigt wird, kleben wir das Schraubengewinde mit Tesa ab


043 rotor wickeln1

Jetzt beginnt das Wickeln des Rotors


044 rotor wickeln2

Wir wickeln einmal nach rechts und wieder zurück


045 rotor wickeln3

Wir drehen den Rotor und wickeln analog die andere Seite; die Wicklungsrichtung bleibt auf beiden Seiten grundsätzlich gleich


046 rotor wickeln4

Wir beachten die immer gleiche Wicklungsrichtung


047 lackdraht schleifen

Die beiden Drahtenden werden mit 350er Schleifpapier vom Kupferlack befreit; hernach sollen diese Drahtenden im Kommutatorbereich Kontakt mit den strombringenden Federdrähten haben


048 zahnrad bohren

An den beiden Zahnrädern müssen noch je zwei einander gegenüber liegende Bohrungen gesetzt werden; der Durchmesser ist 1,5 mm


049 rotor montieren

Der Rotor wird montiert, die Zahnräder auf die Welle engpassend aufgesteckt


050 drahtenden ablaengen

Die Drahtenden werden abgewinkelt und mit dem Seitenschneider abgelängt


051 rotor v vorn

Der Rotor von vorn


052 lagerboecke montieren1

Die Lagerböcke und der Rotor werden montiert


053 lagerboecke montieren2

Anschrauben eines Lagerbocks


054 montierter rotor

Montierter Rotor


055 dauermagn kleber aufbr

Der gelbe Pattex ist ein Kontaktkleber. Man bestreicht beide zu verklebende Flächen und hält sie einmal zusammen, bringt sie also das erste Mal in "Kontakt". Dann trennt man sie wieder und wartet 3 Minuten, bis der Pattex angetrocknet ist. Endlich klebt man die Dauermagnete an die U-förmige Aluschiene in Höhe der Rotorachse.


056 federdraht gerade biegen

Der strombringende Federdraht wird gerade gebogen, gewinkelt und abgelängt. er ist noch so weich, dass der Seitenschneider keinen Schaden nimmt.


057 kontaktdraehte biegen

Abmessen mit dem Messschieber


058 kupferblech ablaengen

Jetzt stellen wir die Kontakt- und Haltelaschen aus Kupferblech her, was im Bausatz nicht vorgesehen ist.. Die Blechschere schneidet einen Streifen ab.


059 kupferstreifen eben klopfen

Mit dem Hammer klopfen wir das Kupfer platt.


060 kupferstreifen bohren

3,5 mm misst der Mebo (Metallbohrer) für die Bohrung, um den Kupferstreifen auf der Plexi-Platte aufzuschrauben


061 kupferstreifen kraussen

Kupfer ist ein weiches Metall und verhält sich beim Bohren und entgraten eher unpassend.


062 kupferstreifen loetpkte setzen

An den Lötpunkten schließen wir die Stromlitzen an


063 kupferlaschen biegen

Mit zwei Radiozangen winkeln wir die Kupferlaschen ab


064 kupferlaschen anschlussdraehte

Die Litzen werden an der 4,5-Volt-Batterie angeschlossen


065 emotor fertig

Die Kontakt-Federdrähte werden zwischen Plexiplatte und Kupferplatte geklemmt und kontaktieren die abgschliffenen Kupferlack-Spulenenden


066 emotor an batt

Der fertig gebaute Elektromotor

Tipps zur Funktion:

Die Kontaktdrähte des Rotors (abgeschliffener Kupferlackdraht) können zusammen mit den beiden roten Kunststoffzahnrädern etwas auf "Vorzündung" gestellt werden. Das muss man ausprobieren. Hierfür ist noch mal viel Zeit einzuplanen. Die silberfarbenen Kontakt-Federdrähte, die den Strom von der Batterie her bringen, sollten im rechten Winkel zur Plexi-Grundplatte stehen.


Der Elektromotor ist der Antrieb der Gegenwart und der Zukunft. Er zeichnet sich aus durch Wartungsfreundlichkeit und ein unschlagbares Drehmoment. Er arbeitet in vielen Elektrogeräten und wird in absehbarer Zeit auch die Verbrennungsmotoren in unseren Fahrzeugen ersetzen, wenn eines Tages das Problem der elektrischen Energiespeicherung gelöst werden kann.


Bericht Rainer Bayer




Lage: Mittelschule Scheinfeld - 91443 Scheinfeld, Lerchenbühlstraße 19 - 800 m im Norden des Stadtzentrums - GPS: 49.67283548650958 ,  10.462782382965088