Mittelschule Scheinfeld schullogo ms 08 im Schulverbund mit Iphofen und Marktbreit


Beitrag: Technische Zeichnungen 1


1. Basteln und technisches Handeln

Technisches Handeln verlangt überlegtes und planvolles und vorausschauendes Vorgehen unter Einbezug von Wissen, Erfahrung und handwerklichem Können.

Das scheint vom Ausdruck her eher eine Sache für Erwachsene zu sein und nichts für Kinder oder Jugendliche.

Bei näherem Hinsehen entwickelt sich aber ein Jugendlicher auch in seinem technisch-handwerklichen Vermögen vom Ausprobieren hin zur Suche nach fachgerechten technischen Verfahren, die seinen Anstrengungen dann auch eher Erfolg versprechen.

Damit unterscheidet sich technisches Handeln vom reinen "Basteln", welches die unbedingte Voraussetzung für technisches Handeln ist und in der jüngeren Kindheit - etwa bis zur 6. Klasse - seinen unbedingten Platz hat. Basteln ist damit eine Art "offener handwerklicher Auseinandersetzung" mit Werkzeugen und Materialien: Man geht als Kind einfach an die Sache ausprobierend heran. Das machen natürlich auch laienhafte Erwachsene im privaten Bereich mit Recht, wenn sie etwa einen Adventskranz binden und gestalten wollen und vorher noch nicht wissen, welche Mittel sie dazu im Keller haben und ausprobieren werden.

In der Schule wird es in Wirklichkeit einen fließenden Übergang vom Bastel- zum Technikunterricht geben.


2. Die technische Zeichnung

Ordentliches technisches Vorgehen verlangt anschauliche Orientierung und Vorbereitung. Skizzen, Dreitafelansichten, 2D- und 3D-Zeichnungen, Explosions- und Detailzeichnungen in der Kavalier-, Dimetrie- oder Isometrienorm sind übliche Anschauungsilfen. 

2.1 Die Skizze

Ein gedankliches Werkstück fixieren wir mit Hilfe der Skizze.

Hier brauchen wir den gespitzten Bleistift oder den Minenbleistift mit der Stärke 0,5 mm, den Radiergummi, den Tischspitzer und ein zeilenloses Papier mit Unterlage.

Wird eine Skizze für das Übungs- oder Prüfungsprojekt abgegeben, so steht sie innerhalb einer definierten Maske, die den Namen, das Thema, das Abgabedatum und die Schule enthält.

Bei der Skizze wird kein Lineal verwendet, alles wird freihändig skizziert.

Winkel und Größenverhältnisse bleiben augenscheinlich erhalten.

Die Maße sind nicht original, stehen aber auf der Skizze.

Die Teile werden in der Regel mit Pfeilen bezeichnet.


2.2 Die Zeichnung

Zeichnungen können gefertigt werden mit der bloßen Hand (Lineal, Geodreieck, Zeichenschablonen, Zirkel, Winkelmesser), mit Hilfe der Zeichenplatte oder mit Hilfe eines Computerprogramms wie etwa "Solid Edge", welches wir an der Ms-Scheinfeld verwenden.

Auch gibt es die Mischform zwischen Skizze und Zeichnung, also die skizzenhafte Zeichnung, wenn die Größen nicht 1:1 sind, die Originalmaße aber dabei stehen.

Ferner gibt es die maßstäbliche Zeichnung, bei der ein bestimmtes Größenverhältnis eingetragen ist (siehe "Technische Zeichnung und Maßstab").

Beispiel für eine 2D-Zeichnung, nicht maßstäblich, Detailzeichnung mit Beschreibungstext

Hier gibt es einen Überblick über Begriffe und die DIN-Normen beim TZ. Das können wir in der Schule nur in vereinfachten Ansätzen lehren, zumal in den Betrieben professionelle Zeichenprogramme am PC die Arbeit weitgehend übernehmen. Ein vereinfachtes "Hand-TZ" brauchen wir im Werkunterricht aber weiterhin, um Hand und räumliche Vorstellung zu koordinieren. Da erfüllt auch die Skizze als ein "Zu-Papier-Bringen" der technischen Vorstellung ihren Sinn.


Weitere Links:

Kurzlehrgang zum Thema "3-Tafel-Projektion"




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